Koffertheater: Die drei Spatzen

Die Idee dazu kam mir durch die Facebook – Gruppe „Geschichtensäckchen, Kofferabenteuer und Tischtheater für Kinder“ (sehr zu empfehlen!!!!). In der Umsetzung gab es schon viele Varianten: z.B. die Spatzen aus Wollponpons oder aus Papier gebastelt. Eine Idee hat mir besonders gut gefallen. Da waren die Spatzen mit vermutlich Wasserfarben gemalt.

Wenn ich eine gute Vorlage vor Augen habe, fällt es mir nicht schwer dann selber zu malen. Also habe ich im Netz nach verschiedenen Spatzen-Grafiken gesucht und nichts wirklich gutes gefunden. Also habe ich mich entschieden echte Photos zu nehmen. Also neue Suche… Es dauerte eine Weile bis ich die richtige Positionen für jeden der drei Spatzen hatte.

Die drei Spatzen

Material zu dieser Kiste:

  • Schuhkarton
  • Zweige (Reisig) und Heckenschere zum kürzen
  • Vlieseline oder weissen Stoff (als Schnee)
  • 3 Wäscheklammern
  • Flüssigkleber und Heisskleber
  • Ausdruck von Spatzenphotos
  • Text / Texte

Die Entstehung des Koffertheaters:

  1. Die Spatzenbilder auf Karton kleben. Die Vorder- / und Rückseite habe ich dabei richtig dick mit Flüssigkleber eingeschmiert und lange trocknen lassen. Anschließend eng am Rand des Gefieders ausgeschnitten. Wichtig ist dabei, den Kleber wirklich gut trocknen zu lassen.
  2. Die Wäscheklammern habe ich auf die Rückseite der Spatzen mit dem Heißkleber befestigt.
  3.  Wie ich die Zweige befestige, hat mich am meisten beschäftigt… Vor allem weil ich sie auch zum Einräumen haben wollte. Also wenn die Geschichte nicht benötigt wird. Deckel zu und fertig. Ihr wisst was ich meine. Also habe ich das Bündel mit Hilfe von Bindedraht und Heißkleber zu einem Bündel geformt und einen Querast drangelassen. Um diesen dann befestigen zu können, habe ich aus Karton eine stabile Zwischenwand eingezogen. Knapp ausgemessen, steckte sie schon relativ fest im Karton drin – ich habe sie zusätzlich noch mit Heisskleber fixiert. Anschließend kam noch eine Schicht Vlieseline draufgeklebt, die ein bisschen den Schnee andeuten soll. Man kann dazu jedoch auch einen weissen Stoff nehmen. Den Innendeckel, der gleichzeitig der Hintergrund ist – habe ich ebenso ausgekleidet. Falls ich noch irgendwo Schneeflocken-Streuteile finde die mir gefallen, werde ich die auf die Vlieseline aufkleben , um den Effekt zu vestärken. Durch die Vlieseline und Zwischenwand habe ich ein Loch gebohrt, durch das ich den Querast mühelos reinstecken kann, so dass das ganze Bündel hält.
  4. So zum Schluss noch die Texte:
  • Das Originalgedicht
Die drei Spatzen
Christian Morgenstern
In einem leeren Haselstrauch
Da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.

Der Erich rechts und links der Franz
Und mitten drin der freche Hans.

Sie haben die Augen zu, ganz zu,
Und obendrüber da schneit es, hu!

Sie rücken zusammen dicht an dicht.
So warm wie der Hans hats niemand nicht.

Sie hören alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

 

In der Praxis wird sich dann zeigen, welche Version des Gedichtes besser bei den Kindern ankommt. Ich bin gespannt.

Koffertheater: Das Kasperle

Wenn ich mich nicht irre, war das das aller erste Koffertheater in unserer Einrichtung. Jeder kennt diesen Klassiker: Kasperle, Seppel, Hexe Höckerbein, das Krokodil und Gretelein – zumindest wenn er / sie mit Kindern zu tun hat…

Unsere Kinder lieben dieses Fingespiel. Und so entstand auch dieses Koffertheater. Meine Kollegin gab mir das OK es hier zu posten, um es euch zeigen zu können.

Der Theatervorhang entstand mit Hilfe von rotem Krepppapier. Natürlich mit den obligatorischen Vorhangwellen.

Die Figuren hat sie von Hand gemalt (auf dickem Karton) und mit Stäben zu Halten fixiert. Wichtig dabei ist, vorher zu überlegen, von welcher Seite – welche Figur kommt, damit diese auch in die richtige Richtung schaut.

 

Koffertheater: Der Grüffelo

Ich hatte mir das Bilderbuch bestellt und plante es erst als Geschichtensäckchen. Figuren-Herstellungs-Ideen findet man genügend auf http://www.pinterest.de. Doch irgendwie reizte es mich, doch das ganze als Kiste zu gestalten.

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Meine Materialliste:

  • Buch /Geschichte hier
  • Kiste – ich hatte noch welche von diesen hier
  • Acrylfarben und Pinsel
  • Skalpell und Klarlack (Sprühdose)
  • Bilder von den Grüffelofiguren hier
  • Laminiergerät und Folien
  • Heißkleber
  • Wäscheklammern (9 Stück)
  • Winkel (9 Stück) ich habe diese hier genommen
  • Gewebe Klebeband, wie z.B. dieses hier
  • laminierte Folienstreifen (Reste)
  • Zahnstocher
  1.  Schritt: Den Deckel des Kartons mit dem Waldhintergrund bemalen – Inspiration dazu dienten Vorlagen aus dem Netz, ebenso das Buch selbst natürlich. Dazu habe ich die Acrylfarben benutzt, das ganze dann zum Schluß noch mit Klarlack versiegelt. Sicher ist sicher.
  2. Schritt: Die Figuren (in der erwünschten Größe) habe ich erst ausgedruckt, dann ausgeschnitten, einlaminiert und erneut ausgeschnitten. (Ein bisschen Rand bitte dranlassen.) Mit etwas Heißkleber einen Zahnstocher dran befestigt, in Form geschnitten, d.h. Spitzen entfernt und gekürzt und das ganze noch mit Klebeband (Tesa) zusätzlich fixiert. Zum Schluss habe ich noch die Stäbe angemalt. So stechen sie nachher auf dem Hintergrund nicht so stark heraus. Am besten dies vorher machen. Tja, Erfahrungen die man ab und zu machen muss…
  3. Schritt: Die Frage der Fragen – wie möchte ich die Geschichte erzählen? Wie flexibel möchte ich die Figuren haben?  Immer im Ideenaustausch mit meiner Kollegin (2 Hirne bringen mehr Ideen zusammen!) kamen wir auf folgende Lösung. Ich habe die Figuren auf den Hintergrund gelegt, so wie sie später in der Geschichte vorkommen und hab an den Stellen jedweils 2 Schnitte mit dem Skalpell gemacht, einen Streifen dicke Laminierfolie (bereits laminiert!) reingemacht und die Enden auf der Rückseite mit Gewebeband befestigt ( sieht nicht schön aus, aber hinten ist das auch egal und es hält). Wichtig ist nur, dass in der Schlaufe locker Platz ist für den Stab der Figur. Blöd, wenn man es während des Erzählens nicht rein-/oder rausmachen kann. Zu locker sollte es aber auch nicht sein – also immer wieder testen. Insgesammt habe ich 5 solcher Schlaufen wie gerade beschrieben, drangemacht.
  4. Schritt: Nun kamen die Beschreibungsbilder des Grüffelo´s dran – „Schreckliche Hauer“, „Schreckliche Klauen“, „Schreckliche Zähne“, … insgesammt 9 Stück. Ich wollte sie von Anfang an, an die Seite des Deckels anbringen – angedacht waren auch solche Schlaufen. Im gemeinsamen Austausch kamen wir auf eine Alternative – Winkel. Am besten aus Plastik. Also bin ich los in  den Baumarkt (Durch die aktuelle Corona-Pandemie kam ich mir ein bisschen blöd vor, so „normal“ Material einkaufen gehen. Aber der Baumarkt war gut besucht und mit Abstand halten, ging es.) Ich bin durch alle Abteilungen durch, alle Regale inspiziert, doch nichts in die Richtung gefunden. Also falls jemand etwas kennt, lasst mir einen Kommentar da. Meine Wahl fiel letztendlich auf sogenannte Stuhlwinkel 25x25x14 – die kleinsten die es gab. Mit den Bildern, Wäscheklammern, Winkel und Heißklebepistole auf einem Haufen, ging es an die Arbeit. Im Laufe des Klebens bin ich des öfteren verzweifelt, weil ich schon wieder etwas falsch angeklebt hatte. Zum Glück ging es relativ gut zum wieder wegmachen. Daher: immer wieder KONTROLLIEREN vor dem Aufkleben und genau schauen wo es hinkommt und wie es da befestigt werden muss… Hier die Bilder dazu:
  5. Schritt: Anbringen der Aussenbilder und Markierung von hinten. Um es beim Erzählen leichter zu haben, habe ich auf die Rückseite der Bilder mit einem Wasserfesten Stift die Zahlen 1-9 draufgeschrieben – so wie sie in der Geschichte vorkommen und im Karton selber (innen) markiert wo die einzelnen Bilder angebracht werden sollen, damit man sie auch gut erkenen kann.
  6. Schritt: Der Text – ich habe ihn Wort für Wort übernommen, doch ich denke die Praxis wird zeigen, ob ich es komplett benutzen kann. Alternativ könnte auch eine zweite Person vorlesen und eine spielt vor. Mal sehen…
  7. Schritt: ENDE…. es ist vollbracht. Was meint ihr?

Koffertheater – Was ist das?

Ein Koffertheater bietet, als weiteres Medium – die Möglichkeit, Geschichten visuell zu erzählen. Ähnlich wie die Geschichtensäckchen, fesseln sie den Zuschauer. Eine weitere Sprachförderungsidee, die ich mega finde.

Schuhkisten, Koffer, sogar Aquarien können als Bühne dienen. Die Figuren entstehen aus den unterschiedlichsten Materialien. Die Geschichten dazu sind überall zu finden – aus den eigenen Gedanken, Gedichte, Alltagssituationen, Bilderbücher, Märchen, Sagen, Lieder,… Je nach Länge können die Geschichten abgekürzt werden, wobei ich schauen würde, dass das wesentliche erhalten bleibt: z.B. bei einem Märchen.

Ich hatte bereits auf einer Fortbildung die ersten Kontakte damit; hab selber eine erstellt. Wenn man die Aufgabe hat, Materialien mitzubringen die man gerade hat und damit eine Geschichte erfinden soll – aber die zündende Idee fehlt noch – wird es schwierig. Ok, so schlimm war es nicht – ich habe etwas zusammenbekommen, aber so ganz steh ich nicht dahinter – ich werde nicht so richtig warm damit. Kennt ihr das? Vielleicht werde ich sie ja mal hier einstellen (andere fanden sie toll…).

Meine Kollegin hat schon einige hergestellt, die ich demnächst hier zeigen werde, ich hab sie extra gefragt. Die Kinder lieben sie. Ich bin zuständig für Geschichtensäckchen und Kamishibai, sie macht die Koffertheater. Jetzt will ich mitmischen *g*.

Durch die jetztige Corona Pandemie, habe ich gerade viel Zeit um selber kreativ zu werden und in Ruhe zu gestalten (der Kindergarten ist durchgeschrubbt!).

Also seid gespannt welche erstanden sind…

Fachliteratur – ein Beispiel: Koffertheater & Co (Kreative Projektideen zur Sprachförderung in Krippe und Kita) von Antje Bostelmann und Michael Fink

https://www.bananenblau.de/online-shop/neuheiten/0-3-jahre-krippe/koffertheater-co-kreative-projektideen-zur-sprachfoerderung-in-krippe-und-kita-detail?lang=de-DE